Die schrecklichen Konsequenzen der Ungerechtigkeit – Teil 2

Die schrecklichen Konsequenzen der Ungerechtigkeit – Teil 2
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Die rechtschaffenen Vorfahren tadelten auch die Ungerechtigkeit in ihren Aussagen:

 
- ´Alî ibn Abû Tâlib  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte: „Der Tag an dem der, dem Unrecht angetan wurde, über denjenigen triumphiert, der ihm Unrecht antat, wird weit schwerwiegender sein, als der Tag, an dem der Übeltäter ihm Unrecht antat.“ Mu´âwiya  möge Allah mit ihm zufrieden sein pflegte zu sagen: „Ich fürchte mich davor jemandem Unrecht anzutun, der niemanden außer Allâh den Erhabenen hat, bei Dem er Hilfe gegen mich sucht.“
 
- Abû Al-´Ainâ  Allah   erbarme sich seiner sagte: „Ich hatte einige ungerechte Feinde, und ich beschwerte mich über sie bei Ahmad Ibn Abû Dâwûd. Ich sagte zu ihm: „Sie verbündeten sich gegen mich wie eine einzelne Hand!“ Er antwortete: „Allâhs Hand ist über ihren Händen.“ (Sûra 48:10) Ich sagte: „Sie sind hinterlistig.“ Er antwortete: „Aber die bösen Ränke umschließen nur ihre Urheber.“ (Sûra 35:43) Ich sagte: „Sie gehören zu einer großen Truppe.“ Er antwortete: „Wie so manch eine geringe Schar hat schon mit Allâhs Erlaubnis eine große Schar besiegt!“ (Sûra 2:249)“
 
- Yûsuf Ibn Asbât  Allah   erbarme sich seiner sagte: „Wer immer einem Tyrannen ein langes Leben wünscht, will, dass Allâh der Erhabene in Seinem Universum missachtet wird.“
 
- Ibn Mas´ûd  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte: „Als die Strafe vom Volk von Yunus  Frieden sei auf ihm abgewandt wurde, gaben sie alle die Rechte der Anderen an sie zurück, und zwar in einem Ausmaß, dass ein Mann einen Stein aus dem Fundament seines Hauses zog, und ihn an seinen Besitzer zurückgab.“
 
- Abû Thaur ibn Yazîd  Allah   erbarme sich seiner sagte: „Einen unrechtmäßig erworbenen Stein in einem Gebäude zu benutzen, wird als der Beginn dessen Zerstörung angesehen.“
 
- Ein Gelehrter sagte: „Wäre ein einziger Stein der Ungerechtigkeit im Bau des Paradieses, dem Haus der Ewigkeit, benutzt worden, wäre es ruiniert worden.“
 
- Ein Weiser sagte: „Wenn du Unrecht begehen willst, dann erinnere dich an die Gerechtigkeit Allâhs des Allmächtigen, die gegen dich angewandt wird! Wenn du deine Kraft benutzen möchtest, um anderen Unrecht anzutun, gedenke, dass Allâh der Erhabene, die Kraft besitzt dich zu bestrafen! Sei niemals beeindruckt von jemandem, der Blut vergießt, weil ein Attentäter eines Tages stirbt!“
 
- Yazîd ibn Hâtim pflegte zu sagen: „Ich fürchte nichts mehr als eine Person, der ich Unrecht antat, während ich wusste, dass er keinen Unterstützer außer Allâh den Erhabenen hat, vor allem, wenn er sagt: „Allâh der Erhabene genügt mir, um zwischen mir und dir zu richten.““
 
- Eines Tages weinte ´Alî ibn Al-Fudhail und er wurde nach dem Grund gefragt. Er antwortete: „Diejenigen, die mir Unrecht antun, tun mir leid, weil sie Allâh dem Allmächtigen nichts als Ausrede zu sagen haben werden.“
 
- Während Sulaimân ibn ´Abdul-Malik auf dem Redepodest stand, sagte ein Mann zu ihm: „Gedenke des Tages der Bekanntgabe!“ Sulaimân stieg vom Rednerpult herab und fragte den Mann: „Und was ist der Tag der Bekanntgabe?“ Der Mann antwortete: „Allâh der Allmächtige sagt: Und dann ruft ein Rufender unter ihnen aus: „Allâhs Fluch über die Ungerechten!“ (Sûra 7:44)
 
- Abû Ad-Dardâ  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte: „Hüte dich vor den Tränen der Waisen und dem Bittgebet einer Person, der Unrecht angetan wurde!“
 
Einige Gelehrte sagten, dass es drei Arten der Ungerechtigkeit gibt:
 
Unverzeihliche Ungerechtigkeit:
 
Diese Art bezieht sich auf den Schirk, vor dem wir bei Allâh dem Erhabenen Zuflucht suchen. Allâh der Allmächtige sagt: „Allâh vergibt gewiss nicht, dass man Ihm etwas beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will.“ (Sûra 4:48)
 
Ungerechtigkeit, die nicht toleriert werden kann:
 
Diese Art bezieht sich auf die Ungerechtigkeit gegenüber den Allâh anbetend Dienenden.
 
Verzeihliche Ungerechtigkeit:
 
Diese Art bezieht sich auf das Unrecht, das man sich selbst antut.
 
Ein Mann ging an jemandem vorbei, den Al-Haddschâdsch gekreuzigt hatte und sagte: „O Allâh, deine Nachsicht mit den Tyrannen schadete den Unterdrückten.“ Als der Mann in dieser Nacht schlief, sah er in einem Traumbild, dass er das Paradies betrat, und er sah den Mann, der gekreuzigt wurde, in den höchsten Stufen des Paradieses; dann hörte er einen Rufenden sagen: „Meine Nachsicht mit den Tyrannen ließ die unterdrückten Menschen in die höchsten Stufen des Paradieses gelangen.“
 
Man sagte: „Wer immer sich am Eigentum Anderer vergreift, an dessen Eigentum werden sich Andere vergreifen.“
Ferner wird gesagt: „Wer immer für lange Zeit Ungerechtigkeit begeht, verliert Kraft.“
 
´Umar  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte: „Hüte dich vor dem Bittgebet eines unterdrückten Mannes, denn es wird erhört!“
 
´Alî  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte: „Die früheren Nationen wurden zerstört, weil sie den Leuten deren Rechte verweigerten, bis dies weit verbreitet war, und sie verbreiteten Verstöße, bis ihre Rechte ausgelöst wurden.“
 
Es wurde gesagt: „Der schlimmste aller Übeltäter ist derjenige, der einigen Leuten zum Nutzen Anderer Unrecht antut.“
 
Ibn Dschauzî sagte: „Die Ungerechtigkeit bewirkt zwei Sünden: Sich den Rechten Anderer zu bemächtigen und sich Allâh dem Erhabenen in Ungehorsam zu widersetzen. Die Sünde des Begehens von Ungerechtigkeit ist böser als andere Sünden, weil sie meistens gegen die Schwachen begangen wird, die machtlos sind und sich nicht selbst wehren können. Der Grund für die Ungerechtigkeit ist die Dunkelheit des Herzens; ein Mann, dessen Herz mit der Rechtleitung erleuchtet ist, begeht keine Ungerechtigkeit.“
 
Ibn Taimiya  Allah   erbarme sich seiner sagte: „Die Menschen sind sich einig, dass die Konsequenzen der Ungerechtigkeit schlimm und die Auswirkungen der Gerechtigkeit gut sind.“ Er sagte ferner: „Allâh der Erhabene gewährt dem gerechten Staat den Sieg, selbst, wenn es ein nichtislamischer Staat ist, und Er lässt den ungerechten Staat besiegt werden, selbst wenn es ein islamischer Staat ist.“

Die schrecklichen Konsequenzen der Ungerechtigkeit – Teil 1

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