Allh ist gem den Erwartungen Seines Dieners Teil 1

Allh ist gem den Erwartungen Seines Dieners  Teil 1
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Abû Huraira (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) überlieferte, dass der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Allâh der Erhabene sagt: ‚Ich bin so, wie Mein Diener es von Mir erwartet. Und Ich bin mit ihm, wenn er Meiner gedenkt. Wenn er für sich Meiner gedenkt, gedenke Ich seiner in Mir Selbst, und wenn er in einer Schar Meiner gedenkt, dann gedenke Ich seiner in einer Schar, die besser ist als seine. Und wenn er sich Mir um eine Handspanne nähert, nähere Ich Mich ihm um eine Elle. Und nähert er sich Mir um eine Elle, so nähere Ich Mich ihm um einen Klafter. Und wenn er gehend zu Mir kommt, eile Ich zu ihm‘“ (Al-Buchârî und Muslim).

Die Bedeutung dieser Überlieferung

Dieser Hadîth ist einer von den Überlieferungen, die von der Hoffnung handeln und die Muslime dazu anspornen, positive Gedanken gegenüber Allâh den Erhabenen zu hegen und reichlich Seiner zu gedenken. Zudem wird aufgezeigt, wie Allâh der Erhabene sich Seinen Dienern nähert, wenn diese sich Ihm durch die Ausführung verschiedener Anbetungshandlungen nähern.

Gute Erwartungen an Allâh

Der Hadîth fordert den Diener Allâhs auf, zu allen Zeiten und in allen Situationen positive Erwartungen an den Erhabenen zu hegen. Allâh behandelt Seinen Diener so, wie dieser von Ihm denkt, und Er tut das, was er von Ihm erwartet, ob gut oder schlecht. Wenn ein Mensch gute Erwartungen an Allâh hat und auf Belohnung hofft, wird Allâh ihn nicht im Stich lassen oder seine Taten verloren gehen lassen. Wann immer der Diener seinen Herrn bittet, erwartet er, dass Allâh seine Bitten beantwortet. Begeht der Mensch eine Sünde, bittet hiernach um Vergebung bittet, so hofft er darauf, dass seine Reue angenommen und seine Sünde vergeben wird. Darüber hinaus erwartet der Mensch von Allâh die Annahme der guten Taten und sehnt sich nach großzügiger Belohnung. All dies sind Beispiele dafür, dass der Mensch stets gute Erwartungen an Allâh den Erhabenen pflegt. Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Bittet Allâh den Erhabenen in der Gewissheit, dass eure Bitte beantwortet wird“ (At-Tirmidhî).

Daher hat der Diener Allâhs stets gute Erwartungen an seinen Herrn und hofft in allen Situationen auf Belohnung – wie der arabische Dichter Ibn Wahîb einst sagte: „Ich bitte Allâh und wahrlich, aufgrund meiner freudigen Erwartung an Ihn ist es so, als könnte ich Seine Antwort auf mein Bitten mit meinen eigenen Augen sehen!“

Diese positive Einstellung zu Allâh gehört zu den Voraussetzungen des Tauhîd (Eingottglaubens), weil sie auf dem Wissen um die Barmherzigkeit Allâhs, Seine Macht, Güte, und das wahre Vertrauen in Ihn beruht. Erlangt ein Mensch vollkommene Einsicht in diese Wahrheiten, ist die Folge eine gute Beziehung zu seinem Herrn.

Im Qurân tadelt Allâh der Erhabene eine Reihe von Menschen, die schlechte Vorstellungen von Ihm hegten. Dabei betont der Allmächtige, dass ihr negatives Denken in Wahrheit eines der Merkmale ihrer Heuchelei und verborgenen Verkommenheit waren. Der Erhabene sagt über die Heuchler, als sie während der Schlacht von Uhud vom Feld flohen und den Propheten und seine Gefährten im Stich ließen: „… während ein (anderer) Teil um sich selbst besorgt war, indem sie von Allâh in Gedanken der Unwissenheit dachte, was dem Wahren nicht entspricht …“ (Sûra 3:154). Ferner sagt der Allmächtige über die Heuchler und Götzendiener: „… die von Allâh die böse Erwartung hegen. Gegen sie wird die böse Schicksalswendung sein“ (Sûra 48:6).

Der Hadîth verlangt von uns, der Hoffnung (vor der Furcht, d. Ü.) den Vorzug zu gewähren, denn kein geistig Gesunder, der diese Einladung (zur Religion) von Allâh dem Erhabenen erhält, würde auf eine angekündigte Strafe als Erwartungshaltung setzen. Vielmehr wird er sich dafür entscheiden, eine positive Haltung an den Tag zu legen, dass Allâh ihn mit Seiner versprochenen Belohnung, Vergebung und Verzeihung segnet. Genau dies ist die von uns verlangte Hoffnung auf Allâh den Erhabenen, besonders in Zeiten, in denen der Mensch schwach und auf Allâh angewiesen ist, wie im Falle eines Sterbenden. Solch ein Diener Allâhs sollte erst recht positiv eingestellt sein, und zwar mehr als jeder andere. Aus diesem Grund sagte der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken): „Keiner von euch sollte sterben, ohne gute Erwartungen an Allâh zu hegen“ (Muslim).

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