Der Tîdschâniyya-Orden

12-10-2009 | IslamWeb

Frage:

Ich suche Informationen über den Tîdschâniyya-Orden.
Welche Anschauungen pflegen seine Anhänger und welche Nachteile haben sie? Wie kann ich meine Großmutter, die bedauerlicherweise diesem Orden anhängt, davon überzeugen, dass sie sich von dem klar erkennbaren Weg des Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken abgewendet hat?

Antwort:

Lob sei Allâh, dem Herrn aller Geschöpfe, und möge Allâh unseren Propheten in Ehren halten.

 

Die Tîdschâniyya ist eine erfundene Glaubensauffassung. In der „Kleinen Enzyklopädie der Religionen und Glaubensanschauungen“ steht Folgendes: „Die Tîdschâniyya ist ein Orden des Sufismus, deren Anhänger sufistische Denkweisen und Glaubensanschauungen praktizieren. Sie glauben fest daran, dass sie den Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken im Diesseits real und körperlich treffen können. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken habe sie durch das sogenannte „“Fâtih-Gebet“, das für sie von großer Bedeutung ist, zu den auserwählten Gruppen erkoren“ (Zitatende).

 

Entsprechend dem Glauben dieser Sekte gleicht das erfundene „“Fâtih-Gebet“ einer sechsmaligen Rezitation des gesamten Qurâns. Voller Lug und Trug behaupten sie, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ihrem Ordensmeister At-Tîdschânî mitgeteilt habe, dass das „Fâtih-Gebet“ jeder Lobpreisung und jeder Ehrung Allâhs, egal wie groß oder klein sie sei, entspreche.

 

Zu ihren weiteren lügnerischen Behauptungen gehört die von At-Tîdschânî überlieferte Aussage: „Wer mich (den Propheten) gesehen hat, kommt ins Paradies“.

 

Das ist eine erfundene Privilegstellung, die sogar zu Lebzeiten des Propheten Muhammad  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken nicht existierte. Denn die Heiden, die den Propheten gesehen haben, aber dennoch ungläubig gestorben sind, kommen nicht ins Paradies.

 

In der Enzyklopädie heißt es auch: „Die Anhänger der Tîdschâniyya erfanden viele ihrer gottesdienstlichen Handlungen. Sie sprechen von bestimmten Gebetsformeln, die der Islâm nicht kennt, und werden durch die Veränderungen der Religion in die Irre geführt. Außerdem verpflichten sie ihre Anhänger dazu, zu festgelegten Zeiten bestimmte Handlungsweisen der Anbetung zu verrichten, die sich jeglicher religiöser Grundlage entziehen. Des Weiteren pflegen sie Glaubensanschauungen wie die Inkarnation und den Pantheismus, die den Menschen vom Islâm abfallen lassen.

 

Nachdem du, mein fragender Bruder, die Irreführungen dieser Sekte kennengelernt hast und über ihren Abfall vom Islâm erfahren hast, solltest du dies deiner Großmutter mitteilen.

 

Wenn sie deine Kritik an der Sekte nicht akzeptiert, versuch erst ganz einfach über den richtigen Weg zusprechen. Die Verdeutlichung des wahren Islâms kann sie vor den Irrtümern der Tîdschâniyya retten, die sie wahrscheinlich selbst nicht richtig versteht. Auf jeden Fall musst du ihr auf die beste Art und Weise beistehen und viel Geduld aufbringen. Allâh helfe uns allen!

 

Allâh weiß es am besten!

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