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Das Lobpreisen Allâhs - Teil 2

Das Lobpreisen Allâhs - Teil 2

Wenn man ein neues Gewand trägt:

Wenn immer der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ein neues Kleidungsstück trug, pflegte er zu sagen: „Allâhumma laka Al-hamdu. Anta kasautanî, asaluka min chairihi wa chairi mâ suni´a lah, wa a´ûdhu bika min scharrihi wa scharri mâ suni´a lah (O Allâh, dir gehört aller Lobpreis, Du bekleidetest mich mit diesem, ich bitte Dich um dessen Gute und um das Gute, für das es gemacht wurde und ich suche Zuflucht bei Dir vor dessen Übel und vor dem Übel, für das es gemacht wurde.)“ Dies wird gesagt, weil jedes Kleidungsstück für etwas Gutes oder für etwas Schlechtes getragen werden kann. Zum Beispiel kann es jemand tragen um anzugeben, und eine Frau könnte ein Gewand tragen um ihre Schönheit zur Schau zur stellen, was in beiden Fällen schlecht ist. Jemand kann es jedoch auch tragen um sich damit zu schmücken, bevor er zur Moschee geht, weil ein Muslim angewiesen ist, dies zu tun: in diesem Fall ist sein Gewand eine Quelle des Guten für ihn.

Nach dem Essen oder Trinken:

Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken benutzte verschiedene Worte und Sätze um Allâh zu preisen, nachdem er gegessen oder getrunken hatte, wie in der folgenden Überlieferung: Mu´âdh ibn Anas  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtete, dass der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Wer Essen zu sich nahm und am Ende sagt: „Alhamdu lillâhi alladhî at´amanî hâdhâ, wa razaqanîhu min ghairi haulin minnî wa lâ quwwa (Aller Lobpreis ist Allâhs, Der mir dies zu essen gab und mich damit ohne Mühe noch jegliche Kraft meinerseits versorgte)“, dessen vergangenen Sünden werden alle vergeben.“ (At-Tirmidhî).

Abû Umâma  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtet: „Wenn immer der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken eine Mahlzeit beendete, sagte er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Al-hamdu lillâh hamdan kathîran tayyiban mubârakan fîhi, ghaira makfiyyin wa lâ mudda´in, wa lâ mustaghnan ´anhu, rabbanâ (Aller Lobpreisreis gehört Allâh, reichhaltiger Preis, pur und voller Segen, der unentbehrlich ist und dem gegenüber man nicht gleichgültig sein kann.)“ (Al-Buchârî).

Beim Schlafengehen:

Wenn der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken schlafen ging, pflegte er sich an die Gunsterweisungen Allâhs für ihn zu erinnern (hinsichtlich dessen die Leute heutzutage achtlos sind) und lobpreiste dann Allâh. Anas  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtete: „Wenn der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken schlafen ging, pflegte er zu sagen: „Al-hamdu lillâh alladhî at´amanâ wa saqânâ, wa kafânâ wa âwânâ. Fakam mimman lâ kâfiya lahû wa lâ muwî (Aller Lobpreis gehört Allâh, Der uns Essen gab, uns mit Trinken versorgte und sättigte und uns Schutz gab. Wie viele haben niemanden, der sie versorgt oder ihnen Schutz gibt.)“ (Muslim)

Bei der Rückkehr von Haddsch oder ´Umra:

Während seiner Reisen vergaß er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken niemals Allâh zu preisen. Ibn ´Umar  möge Allah mit beiden zufrieden sein berichtete: „Während der Rückreise des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken von Hadsch oder ´Umra pflegte er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken jedes Mal, wenn er einen Hügel oder Berg bestieg, dreimal zu sagen: „Allâhu Akbar (Allâh ist der größte.)“ Dann sagte er: “Lâ ilâha illallâhu wahdahu lâ scharîka lahu, lahu Al-Mulku wa lahu Al-Hamdu wa Huwa ´ala kulli schai´in qadîr. Âibûna tâibûna `âbidûna lirabbinâ hâmidûn. Sadaqa Allâhu wa´dahu, wa nasara ´abdahu, wa hazama Al-Ahzâba wahdahu (Es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allâh, Der keinen Partner hat, Dem die Herrschaft gehört, dem aller Lobpreis gehört und Der fähig ist alle Dinge zu tun. Wir sind diejenigen, die zurückkehren, die Reue fühlen, Allâh anbeten, uns vor unserem Herrn niederwerfen und Ihn lobpreisen. Allâh erfüllte Seine Verheißung, half Seinem anbetend Dienenden [das heißt. Muhammad  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ], und Er allein besiegte die Verbündeten [der Gegner in der Grabenschlacht.](Al-Buchârî und Muslim).

Während der Talbiyya für Haddsch:

Es gehört zur Sunna, dass man die Talbiyya ausspricht, während man im Weihezustand für den Haddsch ist, indem man sagt: „Labbaika Allâhumma labbaik, labbaika lâ scharîka laka labbaik, inna Al-Hamda wa An-Ni’mata laka wa Al-Mulk, lâ Scharîka lak (Hier bin ich, o Allâh, zu Deinen Diensten! Hier bin ich zu Deinen Diensten, Du hast keinen Partner, hier bin ich zu Deinen Diensten. Wahrhaftig! Aller Lobpreis sowie Segen und Herrschaft gehören Dir. Du hast keinen Partner.“)

Während des Flehens um Regen:

Eines der bedeutenden Bittgebete, die man verrichten kann, besteht darin, dass man um Regen fleht. `Âischa  möge Allah mit ihr zufrieden sein berichtete: „Die Leute beklagten sich beim Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken über den Mangel an Regen, so bestellte er ein Rednerpodest. Es wurde dann für ihn am Ort des rituellen Gebets aufgestellt. Er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken bestimmte einen Tag für die Leute, an dem sie kommen sollten. Als der Sonnenkranz erschien, saß der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken auf dem Rednerpodest, und nachdem er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken die Großartigkeit Allâhs verkündet und den Lobpreis für Ihn zum Ausdruck gebracht hatte, sagte er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Ihr beschwertet euch über die Dürre in euren Häusern, und die Verspätung des Regens am Anfang seiner Saison. Allâh weist euch an, dass ihr Ihn bittet, und Er verspricht euch, dass Er eure Gebete erhört.“ Dann sagte er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Gepriesen sei Allâh, der Herr der Welten, der Allerbarmer, der Allbarmherzige, der Herrscher am Tag des Gerichts. Es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allâh, Der macht, was Er machen will. O Allâh! Du bist Allâh, es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Dir, dem Reichen, während wir arm sind. Sende Regen zu uns und mache das, was Du hinabsendest zu einer Kraft und Freude für eine Zeit.“

Er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken erhob dann seine Hände und fuhr fort sie zu erheben, bis die weiße Haut unter seinen Achselhöhlen sichtbar wurde. Er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken drehte sich dann mit dem Rücken zu den Leuten und wendete seinen Mantel, immer noch seine Hände hebend. Dann wandte er sich den Leuten zu, stieg herunter und betete zwei Rak´as. Allâh erschuf dann eine Wolke, und Sturm, Donner und Blitz kamen. Dann fiel der Regen durch Allâhs Erlaubnis, und bevor er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken die Moschee erreichte, flossen Bäche. Als er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sah, mit welcher Geschwindigkeit die Leute Schutz suchten, lachte er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken , bis seine Backenzähne sichtbar wurden. Dann sagte er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Ich bezeuge, dass Allâh allmächtig ist und dass ich Allâhs anbetend Dienender und Gesandter bin.“ (Abû Dâwûd).

Der Ansporn, Allâh zu allen Zeiten zu preisen und Ihm zu danken:

Sei nicht unachtsam hinsichtlich des Lobpreises für Allâh und erwähne Ihn häufig und denke daran, dass man Allâh in allen Situationen lobpreisen und Ihm danken soll. Abû Huraira  möge Allah mit ihm zufrieden sein überlieferte, dass der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Ein Mann sagte: ´Wahrhaftig! Ich werde Almosen geben.´ So nahm er die Almosen und legte sie in die Hände eines Diebes. Am Morgen redeten die Leute und sagten: ´Almosen wurden gestern Nacht dem Dieb gegeben.´ Der Mann sagte: ´O Allâh! Gepriesen bist Du! Ich gab einem Dieb Almosen. Wahrhaftig! Ich werde Almosen geben!´ Also nahm er sein Almosen und legte es in die Hand einer Prostituierten. Am Morgen redeten die Leute und sagten: ´Almosen wurden gestern Nacht einer Prostituierten gegeben.´ Als er dies hörte, sagte der Mann: ´Gepriesen seist Du, o Allâh! Ich gab einer Prostituierten Almosen. Wahrhaftig! Ich werde Almosen geben.´ Also nahm er das Almosen und legte es in die Hand eines reichen Mannes. Am Morgen redeten die Leute und sagten: ´Almosen wurden letzte Nacht einem Reichen gegeben.´ Der Mann sagte: ´O Allâh! Gepriesen bist Du dafür, dass ich einem Dieb, einer Prostituierten und einem Reichen Almosen gab!´ Dann hatte er einen Traum, in dem ihm gesagt wurde, dass sein Almosen für den Dieb diesen vielleicht vom Diebstahl abhalten würde und sein Almosen für die Prostituierte dieser vielleicht helfen würde von der Sittenlosigkeit fernzubleiben und sein Almosen an den reichen Mann diesen vielleicht darauf aufmerksam machen würde, von dem auszugeben, womit Allâh ihn bedachte.“ (Al-Buchârî).

Als dieser Mann von den Kindern Israel das Vorherbestimmte Allahs akzeptierte und damit zufrieden war und Allâh in allen Situationen lobpreiste und dankte, belohnte ihn Allâh reichlich für diese drei Almosen, die er gegeben hatte. Denn wir gehen mit Leuten so um, wie es von deren Zustand sichtbar ist, und wir überlassen die Absichten Allâh und Seinem Urteil.

Vielmehr belohnt Allâh denjenigen, der zufrieden ist, mit großen Belohnungen. Abû Mûsâ Al Asch´arî  möge Allah mit ihm zufrieden sein berichtete, dass der Gesandte Allâhs sagte: „Wenn das Kind eines Mannes stirbt, fragt Allâh der Erhabene Seine Engel: ´Habt ihr das Leben aus dem Kind meines anbetend Dienenden genommen?´ Und sie antworten bejahend. Er (Erhaben ist Er) fragt dann: ´Habt ihr die Frucht seines Herzen genommen?´ Und sie antworten bejahend. Daraufhin fragt Er: ´Was sagte Mein anbetend Dienender?´ Sie sagten: ´Er lobpreiste Dich und sagte: Innâ lillâhi wa innâ ilaihi Râdschi´ûn (Zu Allâh gehören wir und zu Ihm kehren wir zurück.)´ Allâh sagt: ´Baut ein Haus im Paradies für meinen anbetend Dienenden und nennt es Bait Al-Hamd (das Haus des Lobpreisens)!´“ (At-Tirmidhî).

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