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Die Rechtschaffenen und ihr Eifer, Gelehrte und Brüder während des Haddsch zu treffen:

Die Rechtschaffenen und ihr Eifer, Gelehrte und Brüder während des Haddsch zu treffen:

3 B. Die Rechtschaffenen und ihr Eifer, Gelehrte und Brüder während des Haddsch zu treffen:

Ich möchte hinzufügen, dass die Hadîth-Gelehrten zu diesem Thema viele Berichte und Anekdoten überliefert haben, die es wert sind, gesammelt und separat behandelt zu werden. Sie zeigen:

Die Sorgfalt, mit der Wissen erworben wurde, der Eifer, mit dem man nach Wissen strebte, und die Reisen, die man dafür unternahm, sind beispielhaft: Al-Fudail ibn Iyâd sagte: „Die Hadîth-Gelehrten werden keinen wirklichen Haddsch vollziehen, solange Sufyân ibn Uyaina lebt.“ Er meinte damit, dass die Hadîth-Gelehrten den Haddsch unter anderem mit der Absicht unternahmen, um von Sufyân Hadîthe zu hören, da Sufyân ibn Uyaina ein langes Leben führte und seine Überlieferungskette somit besonders zuverlässig war (Isnâd âlî – Kette hat wenige Überlieferer, AdÜ). Das Streben nach einem hohen Isnâd war unter den Hadîth-Gelehrten weit verbreitet. Ein Beispiel für Al-Fudails Aussage findet sich in einer Äußerung von Alî ibn Al-Madînî: „Ich vollzog den Haddsch, und mein einziges Ziel war es, von Sufyân Hadîthe zu hören, ob er in Bezug auf einen Hadîth ein bestimmtes Ereignis erwähnte. Schließlich hörte ich ihn sagen: ‚Amr ibn Dînâr erzählte uns.‘ Ich hatte diesen Hadîth bereits zuvor von Sufyân gehört, doch er hatte das Ereignis nicht erwähnt.“ D. h., er reiste zu Sufyân, um sich der genauen Formulierung zu vergewissern, die Sufyân bei der Überlieferung verwendete, und um seine eigene Überlieferung durch Sufyân bestätigen zu lassen!“

Die Entwicklung präziser Kriterien zur Bewertung der prophetischen Sunna im Zusammenhang mit der Pilgerfahrt: So stuften Gelehrte beispielsweise einen Überlieferer herab, wenn er von seinem Lehrer nur während der Pilgerfahrt gehört hatte und ihn daher nicht ausreichend kannte. Ibn Radschab bemerkte: „Einige Gefährten von Az-Zuhrî wurden speziell in Bezug auf ihre Überlieferungen von ihm als schwach eingestuft. Dazu zählt Sufyân ibn Husain. Ibn Ma‘în sagte: ‚Seine Überlieferungen von anderen sind verlässlicher als seine Überlieferungen von Az-Zuhrî. Denn er hörte von Az-Zuhrî nur während der Pilgerzeit, das heißt, er war nicht sein ständiger Begleiter und traf ihn lediglich während der Pilgerfahrt.‘“

Sie legten großen Wert darauf, festzuhalten, wie oft der Überlieferer pilgerte, in welchen Jahren, wen er dabei traf und wie er während der Pilgerfahrt überlieferte. Diese detaillierten Informationen waren von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung der Treffen zwischen den Überlieferern und damit für die Zuverlässigkeit der Überlieferungen. Ahmad ibn Hanbal sagte: „Thaur ibn Yazîd As-Schâmî und Al-Auzâî pilgerten im Jahr 105 nach der Hidschra und die Menschen hörten während der Haddsch-Zeit von ihnen Hadîthe.“ Er fügte hinzu: „Hammâd ibn Salama reiste nicht nach Kufa, sondern pilgerte und hörte Hadîthe von Salama ibn Kuhail. Atâ und andere Gelehrte kamen jedoch zu ihm.“ Ibn Bakîr überlieferte: „Al-Laith ibn Sa‘d pilgerte im Jahr 113 nach der Hidschra und hörte Hadîthe von Ibn Schihâb in Mekka. Außerdem hörte er Hadîthe von Abû Malîka, Atâ, Abû Az-Zubair, Nâfi, Imrân ibn Anas und vielen weiteren Gelehrten.“ Amr ibn Dînâr sagte: „Im Jahr 70 nach der Hidschra hörte ich von Mudschâlid bei den Stufen von Zamzam während der Pilgerzeit von Mus‘ab ibn Az-Zubair über Amr ibn Aus und Dschâbir ibn Zaid.“ Hamîd At-Tawîl berichtete: „Al-Hasan pilgerte lediglich zweimal, einmal in seiner Jugend und einmal im Alter.“

Dazu gehörte auch die genaue Kenntnis des Ansehens, des Status und der Bedeutung der Hadîth-Gelehrten während der Pilgerfahrt. Je bedeutender ein Hadîth-Gelehrter war, desto größer war das Interesse, ihn zu treffen und von ihm zu lernen. Einige Hadîth-Gelehrte waren sogar betrübt, wenn sie von ihren Schülern nicht aufgesucht wurden. Bischr ibn As-Sarî berichtete: „Abdurrazzâq ibn Hammâm erzählte mir: ‚Als ich einmal nach Mekka kam, suchten mich die Hadîth-Gelehrten auf. Doch nach zwei oder drei Tagen blieben sie aus, und ich fragte mich: O Herr, was habe ich nur getan? Habe ich etwas Falsches gesagt oder getan?‘“ In einer anderen Überlieferung sagte Abdurrazzâq: „Ich kam nach Mekka und wartete drei Tage lang vergeblich auf die Hadîth-Gelehrten. Schließlich umrundete ich die Ka‘ba und flehte Allâh an: ‚O Herr, was ist mit mir geschehen? Habe ich gelogen oder gefälscht?‘ Danach kehrte ich in meine Unterkunft zurück, und sie kamen zu mir.“

Die vorstehende Zusammenfassung verdeutlicht, dass die Hadîth-Gelehrten bei ihrer Arbeit auf einer soliden methodischen Grundlage aufbauten, die auf sorgfältiger Prüfung, logischem Schlussfolgern und intensiver Recherche beruhte. Ihre Vorgehensweise war stets von Aufrichtigkeit und dem Streben nach Wahrheit geprägt – eine Tatsache, die im Widerspruch zu den Behauptungen der Gegner der Sunna steht.

Fazit: Du hast nun von den Erzählungen unserer frommen Vorfahren gehört, die während ihrer Pilgerfahrt eifrig danach strebten, gelehrte und rechtschaffene Menschen zu treffen. Sie waren sich bewusst, dass ein zentrales Ziel des Haddsch darin besteht, Muslime aus aller Welt zu vereinen, ein Gefühl der Bruderschaft zu fördern und den Austausch zu ermöglichen. Diese Zusammenkunft sollte die Einheit der muslimischen Gemeinschaft stärken und sowohl im religiösen als auch im weltlichen Leben von Nutzen sein. Alle Rituale des Haddsch unterstreichen diese Idee der Einheit. Die Pilger tragen einheitliche Kleidung, richten ihre Gebete an denselben Gott und sprechen die gleiche Talbiya. Sie umrunden ein einziges Haus und vollziehen dieselben Rituale. Der Haddsch ist ein großes Treffen, das Pilger aus den verschiedensten Ländern und Kulturen zusammenbringt. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft vereint sie ein gemeinsamer Glaube und ein gemeinsames Ziel.

Der ehrenwerte Gelehrte Ibn Bâz (Allâh erbarme sich seiner) sagte: „Allâh der Erhabene hat die Haddsch-Zeit zu einem Treffen für Seine Diener gemacht, bei dem sie sich aus allen Teilen der Welt und aus allen Völkern der Menschheit versammeln. Sie wollen sich Allâh nähern, Ihn bitten und Ihn anflehen. Sie wollen, dass ihre Sünden vergeben und ihre schlechten Taten getilgt werden. Sie legen Ihm all ihre Bedürfnisse vor und bitten Ihn, den Erhabenen, um Seine Huld. Sie bereuen ihre Nachlässigkeiten und Sünden, lernen sich kennen, beraten sich, ermahnen sich gegenseitig, gebieten das Gute und verbieten das Schlechte. Dies gehört zu den Vorteilen, auf die Allâh der Erhabene in Seinen Worten hingewiesen hat: ‚Und rufe unter den Menschen die Pilgerfahrt aus, so werden sie zu dir kommen zu Fuß und auf vielen hageren (Reittieren), die aus jedem tiefen Passweg daherkommen, damit sie (allerlei) Nutzen für sich erfahren und den Namen Allâhs an wohlbekannten Tagen über dem aussprechen, womit Er sie an den Vierfüßlern unter dem Vieh versorgt hat’ (Koran 22:27-28).“

Gelehrte und Rechtschaffene sollten die einzigartige Gelegenheit nutzen, Pilgern an diesen heiligen Stätten zu begegnen. Sie können ihnen die Riten und Vorschriften des Haddsch gemäß dem Qurân und der Sunna vermitteln und sie gleichzeitig an die grundlegende Lehre des Islâm erinnern – den Tauhîd, das Einssein Allâhs. Denn genau dafür wurden die Propheten gesandt und die himmlischen Schriften offenbart. Die große Anzahl von Pilgern mag eine Herausforderung darstellen, doch hier kommen sie von selbst zu dir, um zu lernen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, ihnen die Bedeutung des Tauhîd auf einfache und verständliche Weise näherzubringen. Wie viele Pilger sind nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer nicht bereits zu Verfechtern des Tauhîd geworden und haben den Schirk abgelehnt, nachdem sie während des Haddsch die wahre Bedeutung des Tauhîd erkannt haben?

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